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Bíblia ALBRECHT1926

Hebreus 7

3. Die Person des himmlischen Hohenpriesters (7,1-28).

1 Dieser MelchisedekVgl. 1. Mos. 14,17-20. Mit 7,1 beginnt die 5,10f. angekündigte Vergleichung zwischen Christus und Melchisedek.war König von SalemSalem ist Jerusalem.und ein Priester Gottes des Höchsten. Er ging Abraham entgegen, als dieser nach dem Sieg über die Könige heimkehrte.

2 Ihm gab Abraham auch den Zehnten von der ganzen KriegsbeuteDurch die Entrichtung des Zehnten erkannte Abraham Melchisedeks Priestertum an.. Nach der Bedeutung seines Namens ist Melchisedek zuerst "ein König der Gerechtigkeit". Dann ist er auch König von Salem, das heißt "ein König des Friedens".

3 Die Schrift nennt nicht seinen Vater, seine Mutter, seinen Stammbaum. Sie schweigt auch von seinem Lebensanfang und seinem LebensendeDieses Schweigen der Schrift ist bedeutungsvoll. Der Priester des Alten Bundes mußte dem Geschlecht Aarons angehören (4. Mos. 3,10), und er mußte seinen Stammbaum nachweisen können (Neh. 7,63f.). Im Unterschied von diesem Priestertum des Alten Bundes ist Melchisedeks Priestertum rein persönlich und darum höher. Auch Christus gehörte ja nicht dem Geschlecht Aarons an (7,13f.).. DarinIn der Anfangs- und Endlosigkeit seines Lebens.wird er von der Schrift ganz dem Sohn Gottes gleichgestelltDer ja ewig ist.. Eben dieser Melchisedek bleibt Priester für immerDie Schrift sagt nichts davon, daß Melchisedeks Priestertum aufgehört habe; so ist Melchisedek ein Vorbild des ewigen Hohenpriesters Christus (6,20)..

4 Bedenkt, wie hoch und erhaben dieser Mann sein muß, dem der Erzvater Abraham sogar den Zehnten von den besten Beutestücken gegeben hat!

5 Wohl werden auch die von Levis Nachkommen, die das Priestertum empfangen, durch eine Vorschrift des Gesetzes4. Mos. 18,21ff.dazu angewiesen, von dem Volk, das heißt also: von ihren Brüdern, die doch ebenso wie sie von Abraham abstammen, den Zehnten zu erheben.

6 Hier dagegen hat einer, der gar nicht zu ihrem Geschlecht gehört, von Abraham den Zehnten erhoben und den Inhaber der Verheißung gesegnetMelchisedeks Priestertum muß viel höher stehen als das levitische; denn er hat es an Abraham, dem Stammvater Israels, ausgeübt und den gesegnet, der nach Gottes Verheißung selbst ein Segen für alle Völker sein sollte..

7 Nun läßt sich aber nicht bestreiten, daß das Geringere von dem Größeren gesegnet wirdIn Gottes Auftrag kann nur ein Höherstehender einen anderen segnen..

8 Und ferner: HierIn dem levitischen Priestertum, das zu des Verfassers Zeiten noch bestand.empfangen sterbliche Menschen den Zehnten; dortIn der Vergangenheit, als Melchisedek lebte.aber empfängt ihn einer, von dem bezeugt wird, daß er lebeDenn die Schrift sagt nichts von Melchisedeks Lebensende (V.3)..

9 Ja in und mit Abraham hat auch sozusagen Levi selbst, der den Zehnten empfängt, den Zehnten entrichtet.

10 Er war ja noch in seines Stammvaters Lenden, als Melchisedek mit diesem zusammentrafLevi ist also Melchisedek untergeordnet..

11 Wäre nun freilich durch das levitische Priestertum Vollkommenheit erzielt wordenD.h.: wäre der Mensch dadurch zu dem eigentlichen Ziel seiner Bestimmung gelangt, die er nur in Christus erreichen kann.– und auf diesem Priestertum beruht ja das Gesetz, das dem Volk gegeben ist -, warum mußte dann ein ganz neuer Priester "nach der Weise Melchisedeks" auftreten? Warum wurde nicht geredet von einem Priester "nach der Weise Aarons"?

12 Ändert sich aber das Priestertum, so ändert sich damit auch notwendig das Gesetz.

13 Der, von dem jene WorteIn Ps. 110,4.gelten, gehörte ja einem anderen Stamm an, aus dem niemand am Altar gedient hat.

14 Denn es ist doch allbekannt, daß unser Herr aus Juda hervorgegangen ist; und von Priestern aus diesem Stamm hat Mose kein Wort gesagt.

15 Noch klarer wird diese TatsacheDie Tatsache, daß sich das Gesetz ändert (V.12).dadurch, daß ein ganz anderer Priester auftritt. Der ist Melchisedek ähnlich

16 und empfängt sein Amt nicht nach einem Gesetz, das nur leibliche AbstammungVon Levi.fordert, sondern er besitzt das Priestertum, weil ihm die Kraft eines unvergänglichen Lebens innewohnt.

17 Es wird ihm ja bezeugt: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach Melchisedeks Weise.

18 Damit wird nun allerdings die bis dahin gültige PriesterordnungDie levitische.aufgehoben, weil sie unwirksam und nutzlos war,

19 – das Gesetz hat ja keine Vollkommenheit erzielt -; und zugleich wirdDurch Christi Priestertum.eine bessere HoffnungVgl. 6,18f.eingeführt, durch die wir uns Gott nahen dürfenAlso gleichsam in das Allerheiligste Zutritt haben..

20 Ferner ist Christus auch nicht ohne Eid als Priester eingesetzt worden. JeneDie levitischen Priester.sind ohne Eid ins Priesteramt gekommen.

21 Er ist Priester geworden durch ein Gotteswort, das von einem Eid begleitet war. Es heißt ja: Geschworen hat der Herr, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester ewiglichPs. 110,4..

22 Insofern ist nun Jesus auch der Bürge einer höheren Gottesstiftung gewordenChristus verbürgt den Menschen als Opfer und als Priester den Bestand der göttlichen Gnadenstiftung des Neuen Bundes..

23 Von jenen PriesternDen levitischen.gibt es eine größere Zahl, weil der Tod sie daran hindert, im Amt zu bleiben.

24 Weil erChristus.aber ewiglich am Leben bleibt, so hat er auch ein Priestertum, das auf keinen anderen übergeht.

25 Daher kann er auch allen, die sich durch ihn Gott nahen, vollkommene Errettung schenkenWas das levitische Priestertum nicht vermochte.: er lebt ja allezeit, um fürbittend für sie einzutretenVgl. Röm. 8,34..

26 Gerade einen solchen HohenpriesterWie er in V.25 beschrieben wird.mußten wir auch haben. Er ist heilig, unberührt vom Bösen, unbefleckt; er ist aus dem Bereich der Sünder weggerückt und hoch erhöht über alle HimmelDurch die Himmelfahrt..

27 Er hat nicht wie die Hohenpriester täglichHier ist jedenfalls an die Opfer des großen Versöhnungstages zu denken (3. Mos. 16,11.15). Dann macht aber der Ausdruck "täglich" Schwierigkeit; denn die Opfer des großen Versöhnungstages fanden ja jährlich nur einmal statt. Vielleicht ist "täglich" unbestimmt aufzufassen im Sinne von "immerfort".nötig, zunächst für eigene Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes – diesDie Darbringung des Opfers für die Sünden des Volkes.hat er dadurch ein für allemal getan, daß er sich selbst zum Opfer brachte -.

28 DennBegründung von V.27a.das Gesetz verordnet Menschen zu Hohenpriestern, die behaftet sind mit Schwachheit. Das Eideswort dagegen, das jünger ist als das GesetzDenn Ps. 110 stammt von David, der über 400 Jahre nach der mosaischen Gesetzgebung lebte., (bestellt zum Hohenpriester) ihn, den Sohn, der für alle Ewigkeit vollendet istD.h.: der eingegangen ist in die himmlische Herrlichkeit..

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