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Bíblia ALBRECHT1926

João 2

III. Jesu Wirksamkeit in Galiläa, Judäa und Samaria: 2,1-4,54.

1 Zwei Tage später fand eine Hochzeit statt zu Kana in GaliläaKana lag etwa 5 km nordwestlich von Nazaret. Nathanael war dorther gebürtig (21,2).. Die Mutter Jesu war dabei zugegen,

2 und auch Jesus wurde mit seinen Jüngern zu der Hochzeit eingeladen.

3 Als es an Wein mangelte, sprach die Mutter Jesu zu ihm: "SieDie Angehörigen des Bräutigams, die die Hochzeit ausrichteten.haben keinen Wein mehr."

4 Jesus antwortete ihr: "Was willst du von mirDie Anrede, "Weib, Frau ([gynai])" ist im Deutschen nicht gebräuchlich und fällt deshalb am besten weg, ebenso wie die Anrede "Männer" in [andres atheenaioi] (Apg. 17,22); vgl. auch Apg. 2,14.22.? Noch ist meine StundeHelfend einzutreten.nicht gekommen."

5 Seine Mutter sprach zu den Dienern: "Was er euch sagt, das tut!"

6 Nun standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, die nach jüdischer Sitte zur ReinigungDer Hände und der Gefäße.bestimmt waren, und von denen jeder zwei oder drei MaßWörtlich: Metreten. Der attische Metretes enthielt über 39 Liter.fassen konnte.

7 Jesus befahl den Dienern: "Füllt die Krüge mit Wasser!" Sie füllten sie bis zum Rand.

8 Dann sprach er weiter: "Schöpft jetzt etwas aus und bringt es dem TafelmeisterDieser hatte die Sorge für die Ausrichtung des ganzen Mahles und war auch der Vorkoster der Speisen und Getränke.!" Sie brachten's ihm.

9 Als aber der Tafelmeister das nun in Wein verwandelte Wasser kostete, ohne zu wissen, woher es kamEr war also beim Schöpfen nicht zugegen.– nur die Diener, die das Wasser geschöpft hatten, wußten davon -, da ließ der Tafelmeister den Bräutigam rufen

10 und sprach zu ihm: "Jeder setzt seinen Gästen zuerst den guten Wein vor, und erst dann, wenn sie berauscht sindSo daß sie die Güte des Weins nicht mehr würdigen können., gibt er den minderwertigen. Du hast den guten Wein bis jetzt zurückbehaltenDer Tafelmeister gibt seiner Überraschung durch ein leichtes Scherzwort Ausdruck.."

11 So tat Jesus zu Kana in Galiläa sein erstes Wunderzeichen. Dadurch offenbarte er seine Herrlichkeit, und seine Jünger wurden gläubig an ihn.

12 Dann ging er mit seiner Mutter, seinen Brüdern und seinen Jüngern nach Kapernaum hinab. Dort blieben sie aber nur einige Tage.

13 Denn weil das Passahfest der JudenWohl im Jahr 27 n.Chr. – Sonst werden noch Feste erwähnt: 5,1; 6,4; 7,2; 10,22; 12,1.nahe war, zog Jesus hinauf nach Jerusalem.

14 Dort fand er im Tempel außer den Geldwechslern auch die Händler sitzen, die Ochsen, Schafe und Tauben verkauftenVgl. Matth. 21,12..

15 Da flocht er aus Stricken eine Geißel und trieb alle – Schafe und Ochsen – zum Tempel hinaus. Das Geld der Wechsler schüttete er auf den Boden, und ihre Tische stieß er um.

16 Den Taubenverkäufern gebot er: "Tragt dies alles weg und macht nicht meines Vaters Haus zu einem Krämerhaus!"

17 Da dachten seine Jünger an das Schriftwort: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehrenPs. 69,10..

18 Die JudenGemeint sind ebenso wie in 1,19 die Mitglieder des Hohen Rates.aber fragten ihn: "Was für ein Wunderzeichen läßt du uns sehen, um zu beweisen, daß du so handeln darfst?"

19 Jesus antwortete ihnen: "Reißt diesen Tempel nieder, dann will ich ihn in drei Tagen wiederbauen!"

20 Da sprachen die Juden: "Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut wordenHerodes d. Gr. begann den Neubau des Serubabelschen Tempels im Winter des Jahres 20/19 v.Chr.; 2,20 führt uns also, wenn das laufende Baujahr mitgerechnet wird, in das Jahr 27 n.Chr., und du willst ihn in drei Tagen aufbauen?"

21 Er aber meinte den Tempel seines Leibes.

22 Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger dieser Worte, und sie glaubten nun der Schrift und der Belehrung, die ihnen Jesus gegeben hatte.

23 Während er nun an den Tagen des Passahfestes in Jerusalem verweilte, wurden viele an seinen Namen gläubigD.h.: sie erkannten ihn als Messias an., weil sie die Wunderzeichen sahen, die er tat.

24 Jesus aber vertraute sich ihnen nicht anEr sammelte hier keinen Jüngerkreis, dem er innerlich nahetrat.; denn er kannte alleEr wußte, wie es um ihre innere Gesinnung stand.

25 und hatte nicht nötig, daß ihm einer über den Menschen, mit dem er jedesmal zu tun hatte, näheren Aufschluß gab. Denn er kannte selbst den Herzenszustand eines jeden MenschenSchon 1,43.48 offenbart er sich als den Herzenskündiger..

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