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Bíblia ALBRECHT1926

2 Coríntios 11

1 Daß ihr euch doch ein klein wenig "TorheitDer Apostel wiederholt hier einen Ausdruck, den seine korinthischen Gegner von ihm gebrauchten. Er nennt so, nicht ohne einen gewissen Spott, die ihm von seinen Gegnern aufgezwungene Selbstverteidigung und bittet die Korinther, sie möchten damit Nachsicht haben." von mir gefallen ließet! Und nicht wahr, das tut ihr auch.

2 Denn ich liebe euch ja mit einer Eifersucht, wie sie Gott empfindetVgl. 5. Mos. 5,9; 6,15., und ich habe euch für einen Mann geworben, um euch als eine Jungfrau Christus zuzuführenDas Bild des Brautwerbers kommt bei den Rabbinen auch von Mose vor; dabei wird an die Ehe zwischen Jahwe und Israel gedacht..

3 Ich fürchte aber: wie Eva durch die List der Schlage verführt worden ist, so können vielleicht auch eure Gedanken betört und abgezogen werden von der Aufrichtigkeit und Lauterkeit, die ihr Christus schuldetPaulus fürchtet, die Korinther könnten sich durch die falschen Apostel verführen lassen..

4 Kommt nämlich einer zu euch und verkündigt euch einen anderen Jesus, den wir nicht verkündigt haben, oder empfangt ihr einen Geist verschieden von dem, den ihr (durch meinen Dienst) empfangen habt, oder hört ihr eine Heilsbotschaft, die der, die ihr vernommen, widerspricht, – so laßt ihr euch das gern gefallenNämlich: von den falschen Aposteln (vgl. Gal. 6,1ff.)..

5 Ich glaube doch in keinem Stück hinter den "unvergleichlich hohen ApostelnHiermit sind die falschen Apostel gemeint." zurückzustehen.

6 Denn bin ich auch ein Stümper in der Redekunst, so bin ich es doch nicht in der Erkenntnis, die haben wir stets in jeder Hinsicht in bezug auf euch bewiesen.

7 Oder ist es etwa eine Sünde, daß ich mich selbst erniedrigt habe, um euch zu erhöhenDer Apostel hat sich erniedrigt, indem er sich freiwillig Entbehrungen auferlegte und von seinem Recht, sich von den Korinthern unterhalten zu lassen, keinen Gebrauch machte (vgl. l. Kor. 9). "Erhöhen" heißt hier: zur Höhe des christlichen Glaubens führen.? Ich rede hier davon, daß ich euch Gottes Heilsbotschaft umsonst verkündigt habe.

8 Andere GemeindenDie mazedonischen.habe ich ausgeplündert und Bezahlung von ihnen genommen, um euch zu dienen.

9 Und als ich bei euch war und Mangel littNach Apg. 18,3 arbeitete Paulus in Korinth als Zeltmacher, aber er scheint damit nicht genug verdient zu haben., bin ich doch keinem zur Last gefallen. Denn was ich nötig hatte, das haben mir die BrüderSilvanus und Timotheus (?), Apg. 18,5.aus Mazedonien mitgebracht. Ich habe mich stets gehütet, euch zur Last zu fallen, und das will ich auch in Zukunft tun.

10 Bei Christi Wahrhaftigkeit, die in mir wohnt, versichere ich: daß ich mich so rühme"Daß ich mich so meiner Uneigennützigkeit rühme.", dem soll in dem Gebiet von AchajaIn den Gemeinden der Landschaft Achaja.kein Riegel vorgeschoben werden.

11 Warum? Etwa weil ich euch nicht liebhabeUnd deshalb eure Gaben verschmähe?? Das weiß Gott!

12 Doch wie ich jetzt handle, so will ich auch in Zukunft handelnIndem ich euch unentgeltlich diene., um denen, die ihre Freude daran finden (mich zu schmähen), jeden Vorwand dafür abzuschneiden und sie zu zwingen, wenn sie sich rühmen wollen, sich ebenso zu zeigen wie wirDie falschen Apostel, die Paulus schmähen, sollen doch erst einmal ebenso uneigennützig handeln wie er und seine Mitarbeiter.. (Aber so zeigen sie sich nicht.)

13 Denn diese Leute sind falsche Apostel, Arbeiter, die mit Lug und Trug umgehenVgl. Phil. 3,2., die sich in Apostel Christi verkleiden.

14 Und das ist gar kein Wunder. Denn auch der Satan, ihr Meister, verkleidet sich in einen Engel des Lichts.

15 Da kann es nicht befremden, wenn auch seine Diener äußerlich als Diener der Gerechtigkeit auftreten. Sie werden aber ein Ende nehmen, wie ihre Werke verdienenVgl. Phil. 3,19..

16 Noch einmal sage ichMit V.16 kehrt die Rede zu V.1 zurück.: Niemand denke, ich sei ein "Tor". Haltet ihr mich aber doch dafür, nun, dann kann ich auch warten, daß ihr mich mit meiner Torheit anhört und auch mir erlaubtEbenso wie den falschen Aposteln., einen kleinen Augenblick zu prahlen.

17 Was ich jetzt rede, das rede ich also nicht im Sinne des Herrn, das rede ich wie ein Tor; denn jetzt soll doch einmal geprahlt werden.

18 Weil so vieleGemeint sind die falschen Apostel.mit äußeren Vorzügen prahlen, darum will ich auch einmal so prahlen.

19 Ihr klugen Leute habt ja die Toren so gern.

20 Ja ihr habt es gern, wenn man euch mit List einfängt, wenn man hochfahrend auftritt, wenn man euch ins Antlitz schlägtHier beschreibt der Apostel mit scharfem Spott das Treiben der falschen Apostel in Korinth..

21 Zu meiner Schande muß ich gestehen: das haben wirPaulus und seine Mitarbeiter.nicht fertiggebracht. Womit aber sonst gewisse LeuteDie falschen Apostel.prahlen – ich rede töricht -, damit kann ich auch prahlen:

22 Sie sind Hebräer? Ich auch. Sie sind Israeliten? Ich auch. Sie sind Nachkommen Abrahams? Ich auch.

23 Sie sind Christi Diener? Das bin ich noch viel mehr – dies sage ich freilich im WahnwitzBitterer Spott.-. Ich habe viel mehr Mühsal erduldet, bin häufiger im Gefängnis gewesen, bin übermäßig geschlagen worden, habe oft dem Tod ins Auge geschaut.

24 Von den Juden habe ich fünfmal vierzig Streiche weniger einen erhaltenEine Synagogenstrafe nach 5. Mos. 25,3. Um nicht die vorgeschriebene Zahl von 40 Schlägen zu überschreiten, setzte die Ängstlichkeit der Gesetzesausleger die Zahl auf 39 fest..

25 Dreimal bin ich mit Ruten gepeitschtDie Geißelung war eine römische Strafe; wir kennen nur die Apg. 16,22 berichtete.und einmal gesteinigt wordenApg. 14,19.. Dreimal habe ich Schiffbruch gelitten, vierundzwanzig Stunden bin ich ein Spielball der Meereswogen gewesenÜber diese Ereignisse wissen wir sonst nichts..

26 Dann die vielen Reisen und Gefahren aller Art: Gefahren auf Flüssen, Gefahren von den Heiden, Gefahren von meinem eigenen Volk, Gefahren in der Wüste, Gefahren auf der See, Gefahren unter falschen Brüdern.

27 Dazu: Mühe und Drangsal, viele schlaflose Nächte, Hunger und Durst, viel Fasten, Kälte und Blöße.

28 Endlich – von allem anderen hier zu schweigen – die tägliche Arbeit, die auf mir liegt: die Sorge für alle Gemeinden.

29 Ist einer schwach, bin ich dann nicht mit ihm schwachVgl. 1. Kor. 9,22.? Fällt einer in Sünde, bin ich da nicht (von Schmerz) entbrannt?

30 Bin ich gezwungenDurch meine Gegner., mich zu rühmen, so will ich mich meiner Schwachheit rühmen.

31 Der Gott und Vater des Herrn Jesus – der gepriesen sei in Ewigkeit – der weiß, daß ich nicht lüge:

32 In Damaskus ließ der Statthalter des Königs Aretas die Stadt bewachen, um mich gefangenzunehmen.

33 Da wurde ich durch ein Fenster in einem Korb die Mauer hinabgelassen, und so entging ich seinen HändenHier erwähnt der Apostel – wir wissen nicht, warum – eine besondere Gefahr (vgl. Apg. 9,24f.), und zwar mit einer nachdrücklichen Wahrheitsbeteuerung. – Aretas, König von Arabien, war der Schwiegervater des Herodes Antipas..

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