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Bíblia ZURCHER

Jeremias 5

1 Streifet umher in den Gassen Jerusalems, schauet und merket auf, und suchet auf seinen Plätzen, ob ihr einen findet, der sich der Treue befleisst, ob einer da sei, der Recht übt! – Dann will ich ihnen vergeben. (a) 1Mo 18:32

2 Und wenn sie sprechen: "So wahr der Herr lebt!" so schwören sie falsch.

3 Sind denn auf Trug, o Herr, deine Augen gerichtet, nicht vielmehr auf Treue? Du hast sie geschlagen – es tut ihnen nicht wehe; du hast sie zerrieben – sie wollen nicht Zucht annehmen. Sie haben ihre Stirn härter gemacht als Stein, wollen nicht umkehren. (a) Jer 2:30; Jes 9:13; 48:4

4 Ich aber dachte: "Nur die Geringen sind's, die sind töricht; denn sie verstehen sich nicht auf den Willen des Herrn, auf das Recht ihres Gottes.

5 Ich will doch zu den Grossen gehen, will mit ihnen reden; denn die verstehen sich auf den Willen des Herrn, auf das Recht ihres Gottes." Aber sie alle hatten das Joch zerbrochen, die Stricke zerrissen. (a) Jer 2:20

6 Darum schlägt sie der Löwe des Waldes, der Steppenwolf wird sie verderben, der Panther lauert vor ihren Städten; wer sie verlässt, wird zerrissen. Denn ihrer Übertretungen sind viele, und gross ist ihr Abfall. (a) Jer 4:7

7 Weshalb soll ich dir verzeihen? Deine Söhne haben mich verlassen, haben geschworen bei denen, die nicht Gott sind. Ich machte sie satt – da wurden sie Ehebrecher, wurden Gäste im Hause der Dirne.

8 Wohlgenährte, geile Hengste sind sie geworden, sie wiehern ein jeder nach dem Weibe des Nächsten. (a) Hes 22:11

9 Sollte ich dergleichen nicht ahnden? spricht der Herr. Sollte ich mich nicht rächen an einem solchen Volke?

10 Steigt hinauf in ihre Pflanzung und verheert sie, doch macht ihr nicht den Garaus! Entfernt ihre Schosse, sie sind nicht des Herrn. (a) Jer 4:27; 46:28

11 Denn treulos haben sie mich verlassen, das Haus Israel und das Haus Juda, spricht der Herr. (a) Jer 3:20

12 Sie haben den Herrn verleugnet, haben gesprochen: "Er tut's nicht! Es wird kein Unheil über uns kommen; Schwert und Hunger werden wir nicht sehen! (a) Jes 28:15

13 Aus dem, was die Propheten sagen, wird nichts; das Wort (des Herrn) ist ja doch nicht in ihnen."

14 Darum spricht der Herr, der Gott der Heerscharen: Weil sie solches reden, wird ihnen also geschehen: Siehe, ich mache meine Worte in deinem Munde zu Feuer und dieses Volk zum Brennholz, und es wird sie verzehren. (a) Jer 1:9

15 Siehe, ich bringe über euch, Haus Israel, ein Volk aus der Ferne, spricht der Herr; ein uraltes Volk ist es, ein Volk aus der Vorzeit, ein Volk, dessen Sprache du nicht kennst und dessen Rede du nicht verstehst. (a) 5Mo 28:49

16 Sein Köcher ist wie ein offenes Grab, sie alle sind Helden.

17 Es frisst deine Ernte und dein Brot, frisst deine Söhne und Töchter; es frisst deine Schafe und deine Rinder, frisst deinen Weinstock und Feigenbaum. Es zerstört mit dem Schwert deine festen Städte, auf welche du dich verlässest.

18 Doch auch in jenen Tagen, spricht der Herr, will ich euch nicht den Garaus machen. (a) Am 9:8

19 Und wenn ihr sprecht: Wofür hat der Herr, unser Gott, uns das alles getan? so antworte ihnen: Wie ihr mich verlassen und fremden Göttern gedient habt im eignen Lande, so sollt ihr Fremden dienen in fremdem Lande. (a) Jer 16:10-13

20 Verkündet es im Hause Jakob und rufet es aus in Juda:

21 Höre doch dies, du törichtes, unverständiges Volk! die ihr Augen habt und nicht seht, Ohren habt und nicht hört! (a) Jer 6:10; Jes 6:9 10

22 Mich wollt ihr nicht fürchten? spricht der Herr, vor mir nicht erzittern? der ich dem Meere den Sand als Grenze gesetzt, als ewige Schranke, die es nicht überschreiten darf: ob es schon stürmt, es bezwingt sie nicht; ob seine Wellen tosen, sie überschreiten sie nicht. (a) Hio 38:10 11; Ps 104:9

23 Aber dieses Volk hat ein trotziges, widerspenstiges Herz; sie haben sich abgewandt, sind davongegangen

24 und haben niemals zu sich gesagt: "Lasst uns doch den Herrn fürchten, unsern Gott, der im Frühjahr wie im Spätjahr den Regen spendet zu seiner Zeit, der die Wochen, die feste Zeit der Ernte, uns einhält." (a) 5Mo 11:14

25 Eure Verschuldungen haben diese Ordnung gestört, und eure Sünden haben euch des Segens beraubt.

26 Denn in meinem Volke finden sich Gottlose; Fallen stellen sie auf, um zu verderben, um Menschen zu fangen.

27 Wie ein Korb voller Vögel, so sind ihre Häuser voll erlisteten Guts; darum sind sie gross geworden und reich.

28 Auch übertreten sie das Recht: sie schaffen der Waise nicht ihr Recht und führen nicht die Sache der Witwe. (a) Jes 1:23

29 Sollte ich dergleichen nicht ahnden? spricht der Herr. Sollte ich mich nicht rächen an einem solchen Volke?

30 Schreckliche, schaurige Dinge sind im Lande geschehen: (a) Jer 27:15; Hes 13:6

31 die Propheten weissagen im Dienst der Lüge, und die Priester stehen ihnen zur Seite mit ihren Weisungen, und meinem Volke gefällt es so – aber was wollt ihr tun, wenn's damit aus ist?

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